Alex Smolianitski

Write jibberish, sometimes even with some meaning.

Nebel über Frankfurt

Es gibt eine Woche im Oktober, da enden die meisten E-Mails an mich mit “Viel Spaß auf der Buchmesse”. Tradition. Doch Traditionen sind nicht immer etwas, was man unverändert belassen sollte. Damit meine ich nicht unser Reiseverhalten, was die Buchmesse angeht, sondern die Buchmesse selbst.

Frankfurter Buchmesse 2013

Das das Ökosystem “Buch" nicht still steht, dass wissen wir nur zu gut. Viele bestellen sich Bücher nur noch bei Amazon und man ist überhaupt froh, dass es noch Leute gibt, die Bücher bestellen. Ich bin nicht der Meinung, dass der Büchermarkt verschwinden wird. Im Gegenteil. Vor zwei Jahren schrieb ich hier noch vom iPad-Boom, der inzwischen auch schon wieder ein wenig aus diesem Segment verschwindet. Wer dazu gewinnt sind Verlage, die mit großen Namen punkten, die Wert auf die Gestaltung ihrer Bücher legen und Anime-Bücher.

Die Frankfurter Buchmesse versucht sich ebenfalls stets weiterzuentwickeln; neue Formate werden hinzugefügt und Bereiche zum Austausch erstellt; das Gesamtkonzept mit den kleinen weissen Kästen in denen die Aussteller auf grauem Teppichboden stehen, ist immer noch das alte. Hier und da Entdeckt man eine schön gestalteten Stand, bei dem man auf Wert auf die Präsentation der Bücher wert legt.

Vielleicht ist die Zeit gekommen, dass nicht nur die Aussteller sich Gedanken über ihre Stände machen, sondern auch die Messe ein wenig umdenkt.

Morgens ist es immer nebelig und man weiß nie, wen man trifft oder was man entdeckt und es ist schön alte Freunde auf der Buchmesse anzutreffen. Es war und bleibt eine schöne Tradition.